20.06.2003 / 09:59
Elias Van de Poppels



Das Gedicht vom gefallenen Apostel


Man fragte den gefallenen Apostel
über einen Türsteher, der war eitel.

Der setzte sich, statt zu stehen,
denn er war zu faul sich abzumühen.

Was die Frage daran nun verwerflich machte,
fragte der gefallene Apostel nun und lachte.

Man fragte ihn, ob der Türsteher nun ein Türsteher sei, sei abzusehen,
wenn er doch sitzte statt zu stehen.

Das gab den gefallenen Apostel verwerflich zu bedenken,
so stark, dass er sich im sitzen bemühte zu verrenken.

Schließlich meinte er, er sei der Ansicht,
wie man denn nun denke, im verurteilten Gericht.

Sei ein Türsteher ein Türsteher zwecks
]seiner Eigenschaft vor Türen zu stehen,
oder sei es des Türstehers Aufgabe
]vor der Tür Personen zu charakterisieren.

Mein Gott!
Das wurd dem apostolischen Philosoph zu doof,
so schlüpfte er kurzerhand in sein Nachtgewand
und dachte aus Reflex, es sei alles so perplex.

So war alles dem Apostel zu fein und ließ seinen Beruf besser sein.
Absofort hatte er bess'res zu tun, und schrieb, ohne sich auszuruh'n,
ein überaus doofes Gedicht, dass, obwohl er von Angesicht zu Angesicht
zum lieben Gott bat, es eigentlich keinen rechten Sinn hat.

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Elias L.Z. Van de Poppels,
den Zwanzigster Juni, Zweitausenddrei.
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Freitag, 20. Juni 2003 | 10:00 Uhr